img_1663Hallo zusammen!

Wer versteckt sich eigentlich hinter MAHAFERNNAH? Gerne möchte ich euch einen Einblick in mein Leben geben und ein wenig beschreiben, wer ich bin.

Mein Leben vergleiche ich gerne mit dem von Katinka Buddenkotte, das sie in ihrem Buch „Ich hatte sie alle“ sehr schön beschrieben hat. Alles begann, als ich ca. 16 Jahre alt war und noch in Erfurt aufs Gymnasium ging. Bereits, als ich in meinem ersten Nebenjob als Verkaufsberaterin in einem Klamottenladen kläglich scheiterte, weil ich selbst noch keinen richtigen Stil hatte, hätte ich merken können: Da kommt noch einiges auf mich zu. Schließlich versuchte ich es im Solarium, weil ich die Bräune liebte. Warum ich überhaupt eingestellt wurde, weiß ich bis heute nicht – schließlich war mein Teint schon immer so weiß wie eine Kalkwand und als man mich nötigte, dreimal pro Woche selbst unter die Sonnenhaube zu kriechen, entstand keine braune Version von mir, sondern es explodierten sämtliche Äderchen und Sommersprossen in meinem Bleichgesicht und verwandelten mich in eine Art überhitzte Pipi Langstrumpf. Nach einem Monat kündigte ich, weil ich nur 5 Euro pro Stunde verdiente und mir das ständige allein-hinter-der-Theke-stehen irgendwie zu heiß wurde.

Statt mich, wie meine Mitschüler auf das Abi zu konzentrieren, begann ich eine kleine Karriere bei Rewe an der Kasse und hielt sogar zwei Jahre durch. Nach dem Abi stürzte ich mich ahnungslos in ein duales Studium und arbeitete mich durch sämtliche Abteilungen des Call Center von mobilcom debitel, bevor ich drei Jahre später tatsächlich einen Bachelorabschluss in den Händen hielt.

Da war ich allerdings 21 Jahre alt und wollte immer noch Buchautorin werden, wie ich es meinen Eltern bereits in der Grundschule vermittelt habe. Da ich nach dem Abi aber noch kein Buch fertig hatte, war ich gezwungen, eine Ausbildung zu machen. Nach meinem ersten Ausbildungserfolg lag es für mich nun auf der Hand: Endlich back to book. Mit einem einjährigen Praktikum beim Erfurter Stadtmagazin wollte ich den Grundstein legen, dann den Master in Journalistik machen und währenddessen konnte die professionelle Schreiberei auch schon losgehen. Neben meinem Langezeitpraktikum wurde ich nun endlich professionelle Verkaufsberaterin – diesmal in einem Sportgeschäft.

In den Auswahlrunden des Journalistikstudiums lernte ich dann, dass ein Praktikum bei der New York Times besser ankam und landete auf Wartelistenplatz 50.000 – es gab aber nur 43 Studienplätze. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit begann ich mein Masterstudium an einer unscheinbaren Fachhochschule in Nordthüringen und ahnte nicht, dass sich in diesen beiden Studienjahren ein entscheidender Wandel vollziehen würde. Ich studierte Changemanagement, entwickelte ständig neue Geschäftsideen – Kinder-Gebrauchtwaren-Online-Shops, individuelle Outdoor-Reisebüros und schließlich ein Konzept für ein innovatives Hostel. Dann ermutigte mich meine Mutter, Englischlehrerin, im Ausland zu studieren. Der Auslandsstudienkoordinator vermittelte mich an eine Hochschule in Irland, an der ich ein sogenanntes Double-Degree, also einen doppelten Hochschulabschluss machen konnte. Ich hatte mir eigentlich sowas wie Oxford vorgestellt und das auch nur für drei Monate, wenn überhaupt.

In Vorbereitung auf die beiden Auslandssemester begann ich in einem Erfurter Irish Pub zu arbeiten, wurde aber nicht, wie gewünscht, in der Küche angestellt, sondern als Bedienung. Der erste Tag war furchtbar, weil ich mir nicht vorstellen konnte, auch nur ein einziges Bier von der Theke zum Tisch zu balancieren. Der letzte Arbeitstag war ebenso furchtbar, weil ich die glücklichste (und ungeschickteste) Kellnerin der ganzen Stadt geworden war. Als ich 24 war, kam ich im Sommer aus Irland zurück, begann, meine Masterarbeit zu schreiben und flog für zwei Nachprüfungen nochmal in die kleine Irische Säufermetropole Tralee zurück. Kurz vor meinem 25. Geburtstag stand ich, mein Double-Degree in den Händen haltend, vor meinem Elternhaus und entschied, nach Bordeaux zu ziehen. Mit einer Freundin hatte ich im Sommer einen Frankreich-Urlaub gemacht und auf dem Weg nach Toulouse kurz in Bordeaux gehalten. Tolle Stadt. Finde ich immernoch (2017). Was in Bordeaux geschah, habe ich zumindest teilweise in der Rubrik „Reisen“ festgehalten. Nach Bordeaux bekam ich dann tatsächlich eine Festanstellung als Redakteurin bei der Trierer Tageszeitung – also beim Stadtmagazin der Tageszeitung, also das Stadtmagazin lag in der Zeitung – okay, ich arbeitete bei einem kleinen anzeigenfinanzierten Hochglanzblättchen mit Fokus auf schäbige Partys. Meine Mission war es, ein wenig stilvollere Inhalte zu kreieren, aber ich scheiterte meistens und wenn ich doch mal die Gelegenheit bekam, einen Text über einen Trierer Kleinkünstler zu verfassen, dann freute ich mich über die kleine Revolution – obwohl auf der nächsten Seite ein floskelbehafteter und äußerst inhaltsleerer Bericht über irgendeine belanglose Veranstaltung in der städtischen Großraumdisko folgte. Nach einem Jahr war die Zeit reif. Ich wollte endlich in einer Großstadt wohnen. Vielleicht in Leipzig oder Hamburg oder auch in Stuttgart, bei meinem Geschwistern. Dann zog ich nach Frankfurt am Main. Den Job als PR Beraterin fand ich bei einer Mitfahrgelegenheit nach Trier, als ich erzählte, dass ich eine neue Arbeit als Redakteurin oder so suchte. Vielleicht verfasse ich noch einen eigenen Beitrag dazu – schließlich hatte ich keinerlei Erfahrung als PR Beraterin. Inzwischen arbeite ich in einem großen Konzern und betreue eine Mitarbeiterzeitung – meine Arbeitszeit kann ich flexibel gestalten. Zusammen mit dem Mann meiner Träume wohne ich mitten in der Frankfurter City, unweit vom Flughafen. Die Arbeit an meinem ersten Buch habe ich inzwischen wieder aufgenommen.

Fakten, Prinzipien & Lebensphilosophie:

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Es gibt nichts Schlimmeres, als die Kombination aus Hornhaut an den Füßen und offene Schuhe tragen und nichts Besseres, als regelmäßig zur Fußpflege zu gehen.

Philosophische Bücher über alternative Lebenskonzepte bringen mich auf echt gute Ideen.

Farbige Lippenpflegestifte sind der Schlüssel zum Glück eines jeden Bleichgesichts.

Musik entfaltet nur ihre Wirkung, wenn sie laut ist.

Mehr als eine Tasse Kaffee am Tag verdirbt den Genuss.

Das beste Frühstück besteht aus Müsli, frischen Früchten und Sirup. Dazu ein gekochtes Ei.

Bier muss so schwarz sein wie die Nacht.

Ostdeutschland besteht aus verschiedenen Städten und vielen kreativen Menschen.

Bordeaux ist die hübscheste Stadt, die ich jemals kennenlernen durfte.

Jede Lokalzeitung hat ein Lieblingsthema.